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Grömitz über Pfingsten - 2012 und 2017 -

Hobie 14-Siegerehrung Pfingsten 2017

Die Supersailtour lud zum fröhlichen Regattieren und (fast) alle kamen. Auch die 14er waren in gewohnter Stärke dabei. Die Bosauer stellten das größte Kontingent, aber auch andere Binnensegler wollten mal wieder Salzwasser schmecken. Familie Schnier wieder zum Kurzurlaub da.

 

So begann mein Bericht vor 5 Jahren. Wenn man so oft mit Berichteschreiben verdonnert wird, wie ich, können alte Berichte wirklich nützlich sein. So habe ich Aktuelles mal so eben in den Text aus der Vergangenheit eingefügt. Kenntlich gemacht durch andere Schrift und Unterstreichung.

 

Der erste Regattatag wurde nicht dann wegen Flaute gleich mal zum Ruhetag erklärt.

 

Es fand ein Lauf bei schwächelnden Winden statt und verkürzt gewertet.

 

Richtig los ging es dann an Tag 2 mit schnuckeligen 5 Läufen hintereinander weg. Zur Taktik:

 

Vorne war, wer es schaffte, den Mast über der Wasseroberfläche zu halten, gelang Philip und mir nicht. Schlimmer traf es den behelmten Lord Christoph. Bei Kenterung unglücklich mit dem Oberschenkel auf den Mast geprallt und ab ins Krankenhaus. Zum Glück nur starke Prellung. Möge der Saft in Zukunft mit Dir sein, Lord Helmchen. Gemessen wurden bis zu 7 Beaufort in den letzten beiden Läufen.

 

Vor 5 Jahren: Die Reihenfolge Lauf 1 im Ziel war: Tanja Rindt vor Andy Martens, gefolgt von Markus Merten und dann auf 4 Bernd Kröger, 5ter dann ich. Zufällig exakt das Endergebnis der Topfive nach 6 Läufen. Doch bis dahin gewann Andy genauso wie Tanja noch 2 Läufe, Markus auch noch einen, und ich hatte auch noch einen Ausreißer nach oben.

 

Dieses Jahr: Tanja Rindt vor Friedhelm Weller und Markus Merten. Diese Drei machten den Sieg und die Treppchenaufstellung unter sich aus. Keiner konnte mit Handling, Speed und Höhe mit ihnen mithalten. Markus gewann ganz knapp die Regatta. Eine Augenweide wie sicher, flüssig und schnell er seinen Zweirümpfer bei Welle und Starkwind durch die Wende bringt. Zweiter Friedhelm, der am letzten Tag seine Stärke Leichtwind voll ausspielte. Bemerkenswert, dass er mit seiner langjährigen Erfahrung das erste Mal in Grömitz war. Er kommt gerne wieder. Dritte dann Tanja. Und das trotz starker Ellbogenbeschwerden, Respekt.

 

5 Jahre früher: Im ersten Lauf brach sich Jörg, in der Spitzengruppe liegend, den selbstgeschweißten Mastcontroler, fuhr zum Reparieren an die mit Sand gefüllte Box, auch Strand genannt und setzt seitdem auf geschmiedete Hobieoriginalteile. Seine hohen Erwartungen verrieselten im Sand.

 

2017: Bartosz hat ein ähnliches Problem. Mastpfanne und Mastfuß stark abgenutzt. Die Rotation ist unterschiedlich und der Mast droht an einer Seite aus der Pfanne zu springen. Lösungsvorschlag: Mastcontroller montieren, Pfanne flexen.

 

Alle, die wir die insgesamt 9 Läufe gesegelt haben, haben es genossen. Sonne und Wind.

 

Was war noch? Anhänger- und Takelplatz ganz dicht bei und groß genug. Rahmenprogramm wieder einmal Ok. Verkostung mit Getränken und Speisen ebenfalls. Campingareal könnte größer sein, wenn die frontgetriebenen WerbeWoMos zugunsten der klassischen heckgetriebenen Klassikern T3s Platz machen würden. Die hätten bestimmt auch mehr Bewunderer.

Was brachte nun die Gegenüberstellung: Bei einer Regatta über 3 Tage hat man das Risiko der Flaute aber auch die größere Chance auf Wind. Wieder trifft man alte bekannte, aber auch neue Gesichter zeigen sich. Immer noch wird bei den 14ern Kameradschaft groß geschrieben. Immer noch sind mit ein bißchen Bastelei auch ältere Boote konkurrenzfähig. Immer noch gibt es Spannung um den Sieg bis zum letzten Lauf.

 

Wie wird’s in Zukunft? Krzysztof Baryla fährt um wirklich alle Tonnen. Tinka Berndt nimmt an immer mehr Läufen teil. Matthias Röttger genauso. Philip Schnier dankt als „Kenterkönig“ ab. Christoph Schnier bleibt aufrecht. Bartosz Sajdak macht seinem polnischen Landsmann mit frischgetrimmten Boot aber mal so richtig Dampf. Newcomer werden willkommen sein. Den Bericht schreibe ich aber nun wirklich nicht auch noch. Oder?

 

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